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Herzkatheter-Untersuchung

Bei dieser Untersuchung wird ein sog. Katheter – eine Art Mini-Schlauch – über eine kleine Einstichstelle am Handgelenk oder an der Leiste in ein Blutgefäß eingeführt und bis zum Herzen vorgeschoben. Der Arzt kann dann mit einer kleinen Menge von Röntgenkontrastmittel und einer Röntgenröhre die drei Herzkranzgefäße darstellen, die für die Durchblutung des Herzens sorgen. Für weitere spezielle Fragestellungen stehen heute zudem in vielen Katheterlaboren verschiedene Techniken zur zusätzlichen Bildgebung mittels Ultraschall (IVUS), Lichtkatheter (optische Kohärenztomografie, OCT) oder Drucksensoren (fraktionelle Flußreserve, FFR) zur Verfügung. Werden im Rahmen einer Herzkatheter-Untersuchung bedeutsame Verengungen (meist  erst > 70% Verengung) nachgewiesen, können diese oft mittels eines Stents behandelt werden. Bei fortgeschrittener Erkrankung oder zusätzlichen Klappenerkrankungen ist jedoch manchmal auch eine Herzoperation („Bypass“) erforderlich.