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Herzunterstützungssysteme - Ventricular Assist Device (VAD)

Herzunterstützungssysteme sind von Bedeutung, wenn eine eingeschränkte Pumpfunktion des Herzens nicht mehr für die nötige Blutversorgung des Körpers sorgen kann. Sie kommen dann zum Einsatz, wenn der Patient in Folge einer ausgeprägten Herzinsuffizienz ohne Unterstützungssystem nicht mehr überleben kann und/ oder ein Spenderherz benötigt. VADs werden direkt an das Herz angeschlossen und übernehmen teilweise dessen Funktion. Am häufigsten werden sie als linksventrikuläre Unterstützungspumpen (LVAD) an die linke Herzkammer angesetzt, denn von dort aus wird das Blut in den großen Körperkreislauf gepumpt – die linke Herzkammer ist also stärker beansprucht.

Die Implantation eines VADs erfolgt immer unter Vollnarkose und dauert mehrere Stunden. Die Ärzte schneiden dort ein Loch in den Herzmuskel, wo später die Unterstützungspumpe eingesetzt wird. Sie besteht aus einem Metallaggregat, einem kleinen Plastikschlauch, der mit der Aorta verbunden wird, und einem Kabel, das zum externen Akku führt. Das kleine Metallaggregat beinhaltet die Pumpe und wirkt dabei wie eine rotierende Turbine, die das Blut in Bewegung hält. Damit sie ohne Unterbrechung arbeitet, muss der Patient ein Kontrollgerät mit Akkus an seinem Bauch tragen, das über ein Kabel mit dem VAD verbunden ist und direkt in den Körper führt. Ein Akku hält zwischen vier und sechs Stunden. Herzunterstützungssysteme müssen regelmäßig nachgesorgt werden.