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Kammertachykardie

Eine Kammertachykardie ist eine Herzrhythmusstörung, bei der der Herzschlag ausgehend von den Kammern beschleunigt ist. Durch die gestörte Erregungsleitung entstehen in den Herzmuskelzellen unerwünschte elektrische Impulse, die in den Kammern kreisen. Das Herz schlägt dann zwischen 100 und 250 Mal pro Minute, also deutlich beschleunigt. Eine Kammertachykardie mit sehr hoher Frequenz wird manchmal auch als Kammerflattern bezeichnet. Ursachen für Kammertachykardien sind u.a. die koronare Herzkrankheit, eine Herzmuskelentzündung, Herzklappenfehler oder ein akuter Herzinfarkt. Eine Kammertachykardie ist ein schwerwiegendes Ereignis, das häufig zu einem plötzlichen Herztod führt. Dementsprechend müssen die Ursachen intensiv abgeklärt und behandelt werden. Als Behandlung kommen neben Medikamenten die Katheterablation sowie der ICD in Frage.