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Laboruntersuchungen

Um die Ursachen der Herzschwäche weiter einzugrenzen und die Behandlung bestmöglich an den Patienten anzupassen, werden einige Blutwerte erhoben. So kann z.B. über die Bestimmung der Schilddrüsenwerte festgestellt werden, ob eine Fehlfunktion der Schilddrüse die Herzschwäche hervorgerufen hat. Wird eine Anämie, also ein Eisenmangel vermutet, kann ein Blutbild sinnvoll sein. Zusätzlich hilft die Bestimmung von Elektrolyten wie Natrium, Kalium und Calcium dabei, die Medikamente besser auf den Patienten einzustellen. In unklaren Fällen oder zur Verlaufsbeurteilung kann zudem die Bestimmung eines Biomarkers aus einer Blutabnahme, des BNP (brain natriuretic peptide) oder NT-proBNP (N-terminales proBNP), Klarheit schaffen. Sollte die Pumpleistung herabgesetzt sein und ein oder mehrere Risikofaktoren vorliegen (Bluthochdruck, erhöhte Cholesterinwerte, Diabetes mellitus, Nikotinkonsum) muss meist mittels einer Herzkatheter-Untersuchung geklärt werden, ob eine Durchblutungsstörung des Herzens vorliegt. Ist dies ausgeschlossen, kommen weiterführende Diagnostikverfahren zum Einsatz.