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Vorhofflimmern

Vorhofflimmern ist eine Erkrankung des Alters und betrifft 1,5 - 2% der Bevölkerung in Westeuropa. Sie zählt zu den Vorhoftachykardien. Dabei wird die Funktion des Sinusknotens - als natürlicher Taktgeber – durch andere Taktgeber aus dem linken Vorhof gestört. Die elektrischen Impulse verlaufen in kreisenden Erregungen, spontan und unregelmäßig. Der Herzschlag ist ausgehend von den Vorhöfen unregelmäßig und meist beschleunigt. Der Vorhof pumpt kein Blut mehr; die Blutturbulenzen und der verlangsamte Blutfluss führen zur Bildung von Blutgerinnseln („Thromben“) insbesondere im linken Vorhofohr. Während Vorhofflimmern als Rhythmusstörung zwar häufig unangenehm ist, aber keine schwerwiegenden Folgen hat, können die Blutgerinnsel aus dem Vorhof Schlaganfälle mit schwerer körperlicher Einschränkung verursachen.