Individuelle Therapielösungen können Lebensqualität für Patienten mit chronischer Herzschwäche verbessern

Pressemitteilung
Kardionetzwerk

Kardionetzwerk informiert im Zuge der Herzwochen 2017 über „Hilfe für das schwache Herz“

BERLIN, 1. Dezember 2017 – Im Zuge der diesjährigen Herzwochen lud das Kardionetzwerk am Mittwoch interessierte Patienten zu einer dreistündigen Informationsveranstaltung zum Thema Herzschwäche (Herzinsuffizienz) ein. Über 40 Gäste diskutierten mit den anwesenden Experten über aktuelle Therapiestandards und individuelle Versorgungsangebote.

Individuelle Strategien für besseren Behandlungserfolg

Die chronische Herzinsuffizienz, bei der das Herz nicht mehr in der Lage ist, ausreichend Blut in den Körperkreislauf zu pumpen, führt durch ihren langsamen Verlauf zu immer stärkeren Einschränkungen im Leben der Patien­ten. Neben Symptomen wie Atemnot und Erschöpfung, die anfangs nur bei körperlicher Betätigung auftreten – sogenannte NYHA-Klassen II und III der Herzschwäche – können bei fortschreitend schwerem Verlauf der Erkran­kung (NYHA IV) eine Verschlechterung des Allgemeinzustandes mit schweren Herzrhythmusstörungen, Brustenge und Wassereinlagerungen in den Armen und Beinen die Lebensqualität der Betroffenen massiv einschränken. Umso wichtiger ist eine individuelle Therapie, die die Wünsche ebenso wie die Sorgen des einzelnen Patienten berücksichtigt und auf seine individuelle Lebenssituation angepasst ist.

„Die eine, standardisierte Behandlung für Patienten mit Herzschwäche existiert nicht“, verdeutlicht Dr. Volker Leonhardt, Vorstandsvorsitzender des Kardionetzwerks und Kardiologe, im Zuge seines Vortrages über Therapieoptionen. „Eine erfolgreiche Therapie kann nur unter Berücksichtigung aller medizinischen und persönlichen Faktoren umgesetzt werden.“ Um das Fortschreiten der Erkrankung zu verlangsamen kommen verschiedene Möglichkeiten zum Einsatz: (1) die Behandlung der zugrundeliegenden Erkrankung, wie etwa Bluthochdruck, (2) Medikamente zur Steigerung der Leistungsfähigkeit des Herzens, z.B. ACE-Hemmer und Betablocker, (3) Implantate zur kardialen Resynchronisationstherapie, die das Herz mechanisch unterstützen, damit es ausreichend Blut durch den Körper pumpen kann.

Gesunder Lebensstil verringert Risiko für Herzschwäche

„Das Ziel jedes Therapieansatzes ist es, die Lebensqualität des Patienten zu verbessern und einer Entgleisung der Herzschwäche vorzubeugen“, so Leonhardt. „Eine besondere Rolle spielt hierbei auch ein gesunder Lebens-stil mit viel Bewegung, einer ausgewogenen, gesunden Ernährung, dem Verzicht auf Rauchen und Gewichtsreduktion.“ Besonders für Patienten, die bereits an einer Erkrankung des Herz-Kreislauf-Systems leiden, ist ein gesunder Lebensstil essentiell, um das Risiko für eine chronische Herzschwäche zu senken.

Mit der Therapie solcher kardiologischer Grunderkrankungen, wie etwa Herzklappenerkrankungen oder der koronaren Herzkrankheit (KHK) befasste sich Dr. Florian Krackhardt in seinem Vortrag „Hilfe für das schwache Herz – durch Stent und MitraClip“. Der Kardiologe verdeutlichte, wie wichtig eine frühzeitige Intervention für den Therapieerfolg des Patienten ist. Mit Hilfe minimalinvasiver Untersuchungen und Eingriffe können verengte Gefäße am Herzen wieder geweitet und undichte Herzklappen behandelt werden, um somit zu verhindern, dass eine Herzschwäche überhaupt entsteht.

 

Hilfe für das schwache Herz
Dr. Volker Leonhardt erklärt den Gästen welchen Einfluss die Änderung des Lebensstils auf das Leben mit Herzschwäche haben kann.

 

Über das Kardionetzwerk

Kardionetzwerk e.V. wurde 2015 gegründet mit dem Ziel, die Öffentlichkeit und betroffene Patienten über verschiedene Erkrankungen des Herzens und verfügbare Therapiemöglichkeiten zu informieren. Der Verein setzt sich für eine bessere Versorgung von herzkranken Patienten ein und stellt auf seiner Webseite objektiv die verfügbaren leitliniengerechten Behandlungs-möglichkeiten dar.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.kardionetzwerk.de

Facebook: www.facebook.com/kardionetzwerk

 

Kontakt:

Nicole Bertulat
Kardionetzwerk e.V.
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