Leben nach dem Schlaganfall – unabhängig werden durch Rehabilitation

Pharmazeutika
Gastbeitrag: Rote Karte dem Schlaganfall

 

Leben nach dem Schlaganfall – unabhängig werden durch Rehabilitation

Ein Schlaganfall ist ein einschneidendes Ereignis. Eine Notfall-Situation, die schwere Behinderungen nach sich ziehen kann. Jedes Jahr sind knapp 270.000 Menschen in Deutschland betroffen.[1]  Doch auch nach solch einem Ereignis gibt es Hilfe für den Betroffenen und die Angehörigen. Dazu gehört ein umfangreiches Rehabilitationsprogramm.

Je nach Schwere des Schlaganfalls und je nachdem welche Hirnregionen geschädigt wurden, setzen die Ärzte in der Rehabilitation unterschiedliche Schwerpunkte. Bei Sprachstörungen hilft die Logopädie. Um Alltagsfähigkeiten wie Essen, sich selbst anziehen oder Schreiben wiederzuerlangen, bekommen Betroffene Ergotherapie. Physiotherapie unterstützt bei körperlichen Beeinträchtigungen.

Ganz wichtig ist der Sport. Welche Art des Reha-Sports der richtige ist, sollte mit dem behandelnden Arzt besprochen werden. Je mehr regelmäßige Bewegung stattfindet, zum Beispiel Schwimmen oder Gymnastik, desto besser!

 

Nach dem Schlaganfall ist Reha-Sport das A und O
Nach dem Schlaganfall ist Reha-Sport das A und O

 

Unabhängig sein: Thema Autofahren

Um sich im Alltag wieder zurechtzufinden und selbstständig zu bleiben, gehört für viele Betroffene Autofahren ganz selbstverständlich dazu. Viele befürchten nie wieder Auto fahren zu können oder zu dürfen. Doch das muss nicht sein. Nur sind einige Vorkehrungen notwendig. Schlaganfall-Patienten benötigen zum Beispiel eine fachärztliche Begutachtung, die sie bei der Führerscheinstelle vorlegen müssen. Möglicherweise muss das Fahrzeug behindertengerecht umgebaut werden. Oft sind auch Fahrstunden bei einer speziellen Behindertenfahrschule notwendig. Unter: https://www.schlaganfall-hilfe.de/mobil-nach-schlaganfall können Sie sich über das genaue Vorgehen informieren.
 

Andere Betroffene finden: Selbsthilfegruppen

Selbsthilfegruppen bieten Erfahrungsaustausch mit anderen Betroffenen. Für viele Schlaganfall-Patienten und deren Angehörige ist das eine wichtige psychologische Unterstützung. Die Selbsthilfearbeit bietet außerdem:

Informationen über Sprach- oder Sporttherapien und Adressen in Ihrer Nähe

Wege aus dem Allein-Sein

Stärkung des Selbstwertgefühls der Betroffenen

Selbsthilfegruppen in Ihrer Nähe finden Sie über die Webseiten der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe: https://www.schlaganfall-hilfe.de//adressen-selbsthilfegruppen oder Sie wenden sich telefonisch an das Service- und Beratungszentrum der Stiftung in Gütersloh: 05241 9770-0

 

Nach dem Schlaganfall koennen Betroffene die Zweisamkeit wie bisher geniessen.
Zärtlichkeit mit dem Partner kann man auch nach einem Schlaganfall genießen.

 

Liebe und Zweisamkeit

Ein Thema über das wenig gesprochen wird, das aber dennoch von großer Bedeutung ist: Das Intimleben. Es spricht nichts dagegen, dass Schlaganfall-Patienten – abhängig von körperlichen Beeinträchtigungen – die Zweisamkeit mit ihrem Partner grundsätzlich genießen können. Medizinisch spricht auch nichts dagegen, denn sexuelle Aktivität ist mit moderater körperlicher Bewegung gleichzusetzen und daher für Betroffene unbedenklich. Bei größeren Beeinträchtigungen sollte die Zärtlichkeit gegenüber der Sexualität mehr an Bedeutung gewinnen.

Mehr Informationen und praktische Hilfestellungen zum Leben nach dem Schlaganfall bietet die Broschüre „Spielmacher fürs Leben – leichter mit der Krankheit umgehen“

Die Broschüre können Sie hier kostenlos bestellen:

 

 

[1] Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe