Patienten und Ärzte diskutieren über „Leben mit Herzinsuffizienz“

Pressemitteilung
Kardionetzwerk

Auftaktveranstaltung des Kardionetzwerks informiert Patienten über eine leitliniengerechte Versorgung und neue Therapieansätze bei chronischer Herzschwäche

BERLIN, 28. Februar 2017 – Zu dem Thema „Leben mit Herzinsuffizienz“ kamen am vergangenen Mittwoch zahlreiche Patienten und Ärzte in Berlin zusammen, um sich bei der ersten Veranstaltung des Kardionetzwerk e.V. über aktuelle Behandlungsmöglichkeiten und Versorgungsangebote auszutauschen. Im Fokus standen dabei sowohl medikamentöse Neuerungen als auch innovative Medizintechnik.

Individuelle Maßnahmen für größeren Therapieerfolg

Die chronische Herzinsuffizienz, auch Herzschwäche genannt,  ist eine der häufigsten Herzerkrankungen in Deutschland. Neben dem schleichenden Verlauf der Erkrankung stellt vor allem ihre Komplexität eine große Herausforderung in der Therapie dar. „Patienten mit Herzinsuffizienz bedürfen einer umfangreichen Diagnostik und individuell abgestimmter Behandlungsmaßnahmen. Neben der medikamentösen Therapie kann in vielen Fällen der Einsatz eines Systems zur kardialen Resynchronisationstherapie (CRT) notwendig sein.“, erklärt Dr. Thomas M. Helms, Kardiologe und Vorstand der Deutschen Stiftung für chronisch Kranke, in seinem Vortrag und spricht damit auf die 2016 zu diesem Thema veröffentlichten Leitlinien der European Society of Cardiology an.(1) „Besonders das Telemonitoring hat sich hier als vielversprechende Versorgungsoption erwiesen, die nachweislich dazu beiträgt, die Sterblichkeit zu reduzieren.“(2) Diese Möglichkeit der implantatbasierten Fernnachsorge kommt vor allem Herzinsuffizienzpatienten mit einem implantierten Defibrillator- (CRT-D) oder Herzschritt-machersystem (CRT-P) zugute, denn der behandelnde Arzt kann dank telemedizinischer Nachsorge täglich technische und klinische Daten aus dem Implantat abrufen und zeitnah auf Veränderungen reagieren.

Den Patienten stärken

Innovative Versorgungsangebote und Therapieoptionen wie die Telekardiologie stehen jedem Patienten zur Verfügung. Die Aufklärung darüber ist bei vielen Betroffenen jedoch noch nicht erfolgt. „Das Kardionetzwerk möchte durch seine Arbeit den Patienten stärken und jedem Betroffenen die Möglichkeit geben, sich umfassend über die für ihn optimalen Versorgungsangebote zu informieren. “, ergänzt Katja Bahr, 1. Vorsitzende des Vereins. Auf der Internetseite des Kardionetzwerks sind zu diesem Zweck umfangreiche Informationen über die Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems, Behandlungsmöglichkeiten und Versorgungsangebote bereitgestellt. Vor allem das innovative Diagnose- und Behandlungstool soll den Betroffenen wichtige Informationen leichter zugänglich machen. Schritt-für-Schritt können sie sich damit durch die für ihr Krankheitsbild notwendigen Diagnose- und Behandlungsmethoden klicken und bei Fragen gezielt mit ihrem Arzt besprechen. „Wir bieten Herzpatienten Unterstützung während des gesamten Therapieprozesses an“, fährt Bahr fort, „und möchten in Zukunft durch weitere Veranstaltungen und zusätzliche Informationsangebote noch aktiver zur Aufklärung der Patienten beitragen.“

 

Referenzen

(1) 2016 ESC Guidelines for the daignosis and treatment of acute and chronic heart failure. European Heart Journal. 2016, 2129-2200.

(2) Implant-based multiparameter telemonitoring of patients with heart failure (IN-TIME): a randomised controlled trial. The Lancet. 2014, 583–590.

 

Über das Kardionetzwerk

Kardionetzwerk e.V. wurde 2015 gegründet mit dem Ziel, die Öffentlichkeit und betroffene Patienten über verschiedene Erkrankungen des Herzens und verfügbare Therapiemöglichkeiten zu informieren. Der Verein setzt sich für eine bessere Versorgung von herzkranken Patienten ein und stellt auf seiner Webseite objektiv die verfügbaren leitliniengerechten Behandlungs-möglichkeiten dar.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.kardionetzwerk.de

Kontakt:

Nicole Bertulat
Kardionetzwerk e.V.
Pariser Platz 6 | 10117 Berlin
Fon + 49 (0)30 20917 172
info@kardionetzwerk.de