Vorhofflimmern frühzeitig erkennen

Pharmazeutika
Gastbeitrag: Rote Karte dem Schlaganfall

Vorhofflimmern ist deutschlandweit mit rund 1,8 Millionen Betroffenen die häufigste Herzrhythmusstörung (1) . Die Erkrankung selbst ist nicht lebensgefährlich, bei Nichtbehandlung kann der Schlaganfall aber eine gefährliche Folge sein. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass Vorhofflimmern ärztlich behandelt wird. Ein bestehendes Vorhofflimmern festzustellen ist jedoch nicht immer einfach: Die Herzrhythmusstörung tritt zu Beginn meist in Episoden auf. Das bedeutet, dass Betroffene zwar Symptome verspüren und daraufhin ihren behandelnden Arzt aufsuchen können, dieser während des Elektrokardiogramms (EKG) aber nicht automatisch eine Flimmerepisode feststellen kann. Auch im Rahmen eines Ruhe- oder Langzeit-EKGs ist es oft schwierig, die Rhythmusstörung nachzuweisen. Eine Studie aus Hamburg, die erst kürzlich auf dem Europäischen Kardiologiekongress (ESC) in Rom vorgestellt wurde, zeigte, dass der gezielte Einsatz von mobilen EKG-Rekordern, sogenannte Tele-EKG, bei unklaren Herzbeschwerden ein innovativer und erfolgreicher Ansatz ist: Verspüren Betroffene ein Herzrasen oder -stolpern, können sie das Gerät auf den Brustkorb auflegen und ein EKG aufzeichnen lassen. Somit kann Vorhofflimmern frühzeitig erkannt werden (2).

Die Herzrhythmusstörung kann sich von Patient zu Patient verschieden äußern. In circa einem Drittel aller Fälle verspüren Betroffene keine Symptome. Dennoch gibt es Warnsignale, die auf Vorhofflimmern hinweisen können (1,3) :

• Herzklopfen: Das Herz „stolpert“ oder rast; ein unregelmäßiger Puls ist die Folge

• Betroffene leiden (auch während Ruhephasen) unter Atemnot oder Kurzatmigkeit und sind sehr schnell erschöpft

• Schmerzen in der Brust

• Unruhe- bis hin zu Angstgefühl

• Benommenheit oder Schwindel

Weitere Informationen zum Vorhofflimmern sowie Tipps für das Leben mit der Erkrankung bietet die Broschüre „Am Ball bleiben bei Vorhofflimmern – Mit der Erkrankung leben“. Die Broschüre erschien im Rahmen der von Bayer initiierten Aufklärungskampagne „Rote Karte dem Schlaganfall“.

Die Broschüre kann kostenfrei bestellt werden:

• Per E-Mail: info@rote-karte-dem-schlaganfall.de
• Per Post: Rote Karte dem Schlaganfall/ Bayer, Postfach 10 03 61, 47703 Krefeld

Weitere Informationen rund um die Erkrankungen Vorhofflimmern und Schlaganfall finden Sie unter:

http://www.rote-karte-dem-schlaganfall.de/

http:// www.gegen-schlaganfall.de/

 

Was passiert beim Vorhofflimmern?

1 Kip et al., Weißbuch „Schlaganfallprävention bei Vorhofflimmern“, Thieme Verlag, 2015

2 Pressetext DGK 08/2016

3 Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe

L.DE.MKT.GM.12.2016.3463