Vorhofflimmern: mit Therapietreue gegen den Schlaganfall

Pharmazeutika
Gastbeitrag: Rote Karte dem Schlaganfall

Vorhofflimmern kann, insbesondere wenn es nicht behandelt wird, schwerwiegende Folgen haben. So kann die Erkrankung unter anderem zum Schlaganfall führen. Damit gerinnungshemmende Medikamente helfen, das Risiko für einen Schlaganfall bei nicht valvulärem Vorhofflimmern* zu verringern – müssen sie regelmäßig eingenommen werden. Der Therapie „treu“ zu sein, ist nicht immer einfach, kann aber erlernt werden.

Nur selten kündigt sich ein Schlaganfall an. Wie der Name bereits sagt, tritt die Erkrankung meist „schlagartig“ auf. Doch ein Schlaganfall kommt grundsätzlich nicht aus heiterem Himmel: Einige Risikofaktoren können ihn begünstigen. So besitzen zum Beispiel Menschen mit der Herzrhythmusstörung Vorhofflimmern ein fünffach erhöhtes Schlaganfallrisiko (1).

Ein gesundes Herz schlägt etwa 60 bis 100 Mal pro Minute. Bei Menschen mit Vorhofflimmern gerät es gerne einmal aus dem Takt: Zwischen 350 und 600 Aktionen pro Minute beträgt die Vorhofflimmerfrequenz (2). Während des sogenannten „Flimmerns“ ist die Fließgeschwindigkeit des Blutes in den Vorhöfen stark verlangsamt. Das führt dazu, dass sich Blutgerinnsel bilden können. Wenn das Herz wieder im Sinusrhythmus schlägt, beginnt das Blut wieder kräftig zu zirkulieren. Ein bestehendes Blutgerinnsel kann dann mit der Strömung des Blutflusses in das Gehirn gelangen und durch die entstehende Gefäßverstopfung einen Schlaganfall auslösen.

Bei nicht valvulärem Vorhofflimmern* werden gerinnungshemmende Medikamente eingesetzt, um einer Gerinnselbildung vorzubeugen und das erhöhte Schlaganfallrisiko zu senken: Damit sie ihre Wirkung ausreichend entfalten können, müssen sie regelmäßig eingenommen werden. Für viele Patienten ist das eine Last. Die Folge: Oft vergessen sie die Einnahme des Medikaments.

Die eigene Therapietreue kann zum Beispiel mit der klassischen Konditionierung nach Pawlow trainiert werden. Hierbei wird die Futtergabe beim Hund mit einem Ton (Reiz) so kombiniert, dass, sobald der Ton erklingt, der Speichelfluss einsetzt. Auch dann, wenn der Hund kein Futter bekommt. An dieser Stelle stellt sich natürlich die Frage, welche Reize der Mensch zu diesem Zweck nutzen kann. Eine FORSA-Umfrage von Bayer zum Trinkverhalten beim Frühstück gibt die Antwort: 98 Prozent der Befragten in der Altersklasse 60+ nehmen morgens zum Frühstück ein Getränk zu sich. 75 Prozent trinken jeden Morgen eine Tasse Kaffee, 20 Prozent bevorzugen Tee. Wer nun die Medikamenteneinnahme mit dem morgendlichen Getränk verbindet, schafft auf Dauer den gewünschten Effekt. Die Folge: Der Geruch des Kaffees erinnert automatisch an die Tablette.

 

Weitere Tipps rund um die Medikamenteneinnahme finden Sie in der Broschüre „Am Ball bleiben bei Vorhofflimmern – Mit der Erkrankung leben“ der Aufklärungskampagne „Rote Karte dem Schlaganfall“.

Sie kann kostenfrei bestellt werden:

• Per E-Mail: info@rote-karte-dem-schlaganfall.de
• Per Post: Rote Karte dem Schlaganfall/ Bayer, Postfach 10 03 61, 47703 Krefeld

Weitere Informationen finden Sie auch unter:

• www.rote-karte-dem-schlaganfall.de

• www.gegen-schlaganfall.de

 

*Ein Vorhofflimmern, das nicht auf eine Fehlfunktion der Herzklappen zurückzuführen ist.

 

1 Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe

Kip et al., Weißbuch „Schlaganfallprävention bei Vorhofflimmern“, Thieme Verlag, 2015

 

L.DE.MKT.GM.05.2017.3873